Der Dictionnaire étymologique de l’ancien français (= DEAF) ist ein etymologisch-linguistisches
und zugleich ein historisch-philologisches Wörterbuch des Altfranzösischen.
Als etymologisches Wörterbuch erklärt es die Herkunft der Wörter und zeichnet ihre
Bedeutungsentwicklung nach. Um die Zusammenhänge deutlicher zu machen, ist der Wortschatz
nach Familien geordnet. Titelwort ist jeweils das altfranzösische Wort, das sich direkt aus dem
Etymon entwickelt hat. Die Gesamtanordnung ist alphabetisch.
Der DEAF umfaßt den Zeitraum von 842 (Datum des Straßburger Bündnisschwures zwischen Ludwig dem
Deutschen und Karl dem Kahlen gegen Lothar I., in einer Handschrift von ca. 1000 überliefert in
althochdeutscher und altfranzösischer Sprache, dem 843 der Vertrag von Verdun folgte, grob gesagt
die Gründungsurkunde Deutschlands und Frankreichs) bis Mitte des 14. Jahrhunderts (Epochengrenze
zum Mittelfranzösischen, philologisch und gesellschaftlich begründet).