Die Schaffung eines historisch-kritischen Wörterbuchs des klassischen Arabisch,
vergleichbar dem Thesaurus linguae Latinae und ähnlichen lexikographischen Projekten,
war seit dem späten 19. Jahrhundert ein wesentliches Anliegen der Orientalisten.
Nach über siebzigjährigen Ansätzen und Vorstufen wurde Anfang der Fünfzigerjahre des
20. Jahrhunderts unter der Ägide der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft tatsächlich
mit der Ausarbeitung begonnen, und zwar historisch-systembedingt mit dem Buchstaben kaf.
Die Arbeiten zum Buchstaben kaf wurden begonnen in Tübingen durch Jörg Kraemer und Helmut
Gätje. Nach deren Ausscheiden wurden ab der 3. Lieferung die Arbeiten, in Verbindung mit
Anton Spitaler, durch Manfred Ullmann, Tübingen, fortgesetzt. Nach Abschluß des Bandes kaf
(1970) lag die Ausarbeitung des nächstfolgenden Buchstabens lam allein in den Händen von Ullmann.
Aufgabe der Münchener Arbeitsstelle ist die Materialsammlung zum nächstfolgenden Buchstaben mim.
Bisher wurden ca. 65.000 Belegzettel angelegt.